Kinderhospiz Burgholz


Die Kinderhospiz-Stiftung Bergisches Land hat sich die hospizliche Begleitung, die Pflege und Betreuung von Kindern mit schwersten Erkrankungen und Behinderungen zur Aufgabe gemacht. In Ergänzung zu den ambulanten Kinderhospizdiensten, die die Familien in ihrer häuslichen Umgebung betreuen, soll das geplante Kinderhospiz Burgholz ein Zuhause auf Zeit in familiärer Atmosphäre bieten. Betreuungs- und Pflegeangebote für die betroffenen Kinder sollen helfen, wenn die Pflegeperson Urlaub braucht, eine Kur durchführen muss, erkrankt ist oder eine andere Krisensituation eintritt. Auch Eltern und Geschwister sollen die Möglichkeit haben, in diesem Haus Aufnahme und Entlastung zu finden.

So stärkt das Kinderhospiz Burgholz den familiären Zusammenhalt und gibt den Betroffenen Kraft, soweit eben möglich auch in schwierigsten Situationen als Familie zusammen zu leben.




Kinderhospiz Burgholz feierlich eingeweiht

Schwerstkranke Kinder finden ab jetzt im Kinderhospiz Burgholz ein zu Hause. Es wurde am Samstag mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet. Kardinal Woelki nannte das Engagement für das Haus "einen Segen".

Erst zwei Jahre ist es her, da gab es auf dem Schulhof der katholischen Grundschule in Bensberg ein Benefizkonzert mit Cat Ballou, handerCover, Fläshlight und den Rommerscheider Choryfeen. Die Initiative "Hits fürs Hospiz" hatte dabei zu Spenden für das erste bergische Kinderhospiz Burgholz aufgerufen. Das Konzert, die Bethe-Stiftung und die begleitende Spendensammlung führten damals zu einem überwältigenden Ergebnis. Einen Scheck über 75.000 Euro konnten "Hits fürs Hospiz"-Vorstand Paul Falk und Helmut Bornhöft im Februar 2014 der Kinderhospizstiftung Bergisches Land übergeben.

75.000Euro-Spende fürs Kinderhospiz

Foto Presseamt Stadt Wuppertal


Unter den zahlreichen Ehrengästen bei der Eröffnung waren der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski und die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Sylvia Löhrmann.

Das Hospiz im Landschaftsschutzgebiet Burgholz ist auf Initiative und mit bedeutender finanzieller Unterstützung des Refrather Ehepaares Erich und Roswitha Bethe in den Räumen eines ehemaligen Kinderheims entstanden. Zusammen mit der Spende durch "Hits fürs Hospiz" sind innerhalb von nur drei Jahren mehr als 20.000 Spenden in einem Gesamtvolumen von 7 Mio Euro an die Kinderhospizstiftung Bergisches Land geleistet worden.

Roswitha Bethe (Bethe-Stiftung), Dr. Christoph Humburg (Caritas), Merie Fells und Kerstin Wülfing (Kinderhospiz Burgholz)


Die ökumenische Einrichtung ist die erste ihrer Art im Bergischen Land und bietet zehn Plätze für schwerstkranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahren. Hinzu kommen Appartements, in denen Eltern oder Geschwister wohnen können. Rund 30 Mitarbeiter - unter anderem Therapeuten, Pädagogen und Kinderkrankenschwestern - sollen in der neuen Einrichtung die Kinder und Familien betreuen. Schon in dieser Woche ziehen die ersten neun Kinder in das Haus ein. Für das laufende Jahr gibt es nach Angaben des Hauses bereits Voranmeldungen aus ganz Deutschland.

Die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen hat auch weiterhin für "Hits fürs Hospiz" hohe Priorität. In einem Kinderhospiz können Betroffene jährlich über zwei oder drei Wochen Aufnahme finden und liebevoll betreut werden. Während des überwiegenden Teils des Jahres fehlt vielen Betroffenen und ihren Familien aber diese Zuwendung. Darum ist für "Hits fürs Hospiz" die lokale psychosoziale Betreuung von Kindern und Jugendlichen ein Schwerpunkt der künftigen Förderung.

In einer Kooperation mit dem Deutschen Kinderhospizverein soll ein spezieller Kinderhospizdienst für Kinder und Jugendliche in den Landkreisen Rhein-Berg (Süd) und Oberberg aufgebaut werden. Ziel ist es, den Betroffenen in der kurzen Zeit ihres Daseins und unter Berücksichtigung ihrer krankheitsbedingten Einschränkungen so viel Sonne und Lebensglück zu bieten, wie es irgendwie möglich ist.

Um hier eine entsprechende Betreuung zu finanzieren, sind für die nächsten drei Jahre Ausgaben von insgesamt 150.000 Euro geplant. Mit diesem Geld sollen die spezielle Ausbildung und die Auslagen der meist ehrenamtlichen Helfer finanziert werden.